Über das Ensemble

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts kann man die unterschiedlichsten und auch gegensätzlichsten Vorstellungen von Schönheit und Richtigkeit einer musikalischen Interpretation beobachten. Die Hauptidee des Ensembles Consortium Rhenus ist die gemeinsame Suche nach einer lebendigen,modernen und gleichzeitig stilgerechten musikalischen Ästhetik.
Im Sinne dieses Gedankens möchten sich die Mitglieder des Consortium bewusst in ihrem Repertoire historisch nicht einschränken - ihre Arbeit umfasst die Zeitspanne vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik.
Dies ergibt sich natürlicherweise aus ihrer langjährigen Ausbildung an den angesehensten Musikhochschulen in Europa und den USA und auch aus ihrer täglichen Erfahrung im Konzertleben. Einige der Musiker  haben gleichzeitig Solopositionen in führenden europäischen Orchestern, andere widmen sich einer freiberuflichen Konzerttätigkeit. Da die einzelnen Mitglieder des Ensembles sich musikalisch noch von ihrer Studienzeit kennen und in verschiedensten Formationen immer wieder zusammen aufgetreten sind, lässt sich das Entstehungsdatum von Consortium Rhenus kaum definieren.

Die Besetzungsspanne der einzelnen Projekte ist je nach Programm flexibel und bewegt sich vom Duo/Trio bis zum Kammerorchester mit Dirigent. Ein Beispiel dafür sind die vorliegenden Hörbeispiele aus Luigi Boccherinis „Stabat Mater“ in der Fassung für Sopran und Streichquintett, der Motette „In furore“ von Antonio Vivaldi und der zweiten Sonate für Orchester von Baldassare Galuppi, welche noch nie eingespielt wurde.
Die Idee dazu entstand in Zusammenarbeit mit der Sängerin Ina Kancheva und dem Dirigenten Ulrich Kern. Ein wichtiges Anliegen der Musiker war es, die geistlichen Werke in einer authentischen Räumlichkeit aufzuführen; so fiel die Entscheidung für diesen Aufnahmeort, eine Seitenkapelle der Kirche des Klosters Nothgottes in Rüdesheim. Auch der Name des Ensembles wurde hier im schönen Rheingau ausgewählt.